Operation „OASIS“ – mehr Grün für die Stadt

Im Juli 2023 startete das „OASIS“-Programm der Stadt. Die Idee dahinter: Mit gezielten Maßnahmen sollen trostlose Ecken begrünt, entsiegelt und aufgewertet werden. Angedacht sind dabei nicht groß angelegte Verbesserungen. Vielmehr geht es um punktuelle, rasch umsetzbare Aufwertungen in überschaubarem (Kosten-)Rahmen.

Im Projektteam „OASIS“ arbeiten Beschäftigte des Stadtplanungs- sowie des Landschafts- und Forstamtes zusammen.

Welche Projekte wurden bisher umgesetzt?

Bahnstadt – Gadamerplatz

Auf dem Gadamerplatz wurden kürzlich drei junge Bäume gepflanzt. Vier Großbäume waren bereits 2023 hinzugekommen; sie mussten einer Baustelle auf dem Areal des Ethianums weichen und fanden in einem Rasenbeet in der Nähe der Bahnstadt-Grundschule ein neues Zuhause.

Als weiterer Schattenspender an einem der heißesten Orte Heidelbergs wurde ein Sonnensegel im Bereich des Holzdecks eingebaut.

Vier Großbäume aus der Grünanlage des Ethianums zogen 2023 an den Gadamerplatz um.

Bahnstadt – Galileistraße

In der unmittelbar benachbarten Galileistraße wurden einige neue Staudenbeete um die schon vorhandenen Baumstandorte geschaffen. Durch die Entsiegelung entstanden rund 250 Quadratmeter offener Boden – wertvolle Fläche für Verdunstung und Rückhalt von Regenwasser.

Vielfältig bepflanzt: die neu geschaffenen Staudenbeete. Die Bäume, alles frostharte und besonders hitzeresistente Zerreichen, standen zuvor einzeln inmitten von Beton.

Durch diese Maßnahme verbessert sich die Überlebenschance der Bäume signifikant, gleichzeitig erhöht sich die Biodiversität.

Die Kosten der Maßnahmen in der Bahnstadt liegen bei circa 120.000 Euro.

Außengelände der Julius-Springer-Schule

Das vorher äußerst triste Außengelände der Schule wird derzeit aufgewertet. Viele Bäume und grüne Areale sorgen für erheblich mehr Aufenthaltsqualität. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss.

Für eine Verbesserung des Mikroklimas sorgt eine Reihe neuer Bäume vor dem Schulgebäude. Insgesamt wurden rund um das Schulgebäude 29 neue Bäume gepflanzt.
Kurz vor der Fertigstellung: das neu gestaltete Außengelände der Julius-Springer-Schule. Neben Grünflächen wurden auch Bewegungsangebote wie die neue Calisthenics-Anlage integriert.

Der komplett versiegelte Schulparkplatz wurde an mehreren Stellen aufgebrochen, acht Stellplätze in Grünflächen mit Bäumen umgewandelt. Insgesamt 13 neue Bäume konnten hier gepflanzt werden. In den entsiegelten Flächen des Parkplatzes wird außerdem eine magere Blumenwiese angesät, um die Artenvielfalt von Pflanzen und Insekten bestmöglich zu fördern. 

Auch der Parkplatz der Schule wurde teilweise entsiegelt. Ein gutes Dutzend Bäume sorgt künftig für Beschattung und Kühlung.
Der Schulhof wurde mit zwei Sandbeeten aufgewertet. Das Sitzmobiliar allerdings hätte auch dringend ein Make-over nötig – da reichte wohl das Budget nicht.
Leider sind die neuen Beete bereits mit Kippen übersät – trotz großer Aschenbecher in der Nähe.

Bismarckplatz

Bestandsbäume erhielten mehr Boden und damit mehr Lebensraum. Gleichzeitig entstanden neue Sitzmöglichkeiten.
Auch die stachelige Gleditschie verfügt nun über ein großes, vielfältig bepflanztes Baumbeet mit einer ganzen Reihe von Sitzbänken.
Ein bisschen müssen sie noch wachsen – aber dann spenden die Schirmplatanen den Wartenden angenehmen Schatten. Neben den sechs Platanen wurden noch drei weitere neue Großbäume gepflanzt.
Ein besonderes Highlight: das neu angelegte große Blumenbeet am Bismarckplatz.

Weitere Projekte in Planung:

  • Aufwertung des Kerweplatzes in Kirchheim 
    Für mehr Beschattung und Kühlung sollen künftig neun zusätzliche Bäume sorgen. Insgesamt 210 qm des Platzes sollen entsiegelt und begrünt werden. Zusätzliche Sitzbänke, Pflanzbeete und Fassadenbegrünung sollen den Platz künftig verschönern und zur Artenvielfalt beitragen. Das Kostenvolumen beträgt 260.000 Euro. Voraussichtlich 2025 sollen die Arbeiten starten.  
     
  • Mehr Straßenbäume in Bergheim 
    Auch in Bergheim soll mit OASIS mehr Grün geschaffen werden. Nach und nach sollen neue Bäume in den Querstraßen der Bergheimer Straße gepflanzt werden. Die ersten Baumpflanzungen sind in der Luisenstraße geplant. Dabei werden asphaltierte Flächen in einem Umfang von 35 qm entsiegelt.  

Fazit: Das Programm „OASIS“ ist eine sehr begrüßenswerte Initiative.

Zwei Wünsche bleiben dennoch: Es ist zu hoffen, dass die Initiative trotz Defizit im Stadtsäckel fortgesetzt wird. Und dass bei künftigen Bauvorhaben von vornherein die Einplanung von Grün eine wichtigere Rolle spielt als bisher.


Zum Nach- und Weiterlesen:

Auf der Website der Stadt Heidelberg finden Sie aktuelle Informationen zum Stand des „OASIS“-Programms.

Übrigens …

Der Name „OASIS“ steht (etwas bemüht) für die englischen Begriffe „openness“ („Offenheit“), „adaptation“ („Anpassung“), „sensitization“ („Sensibilisierung“), „innovation“ („Neuheit“) und „social ties“ („soziale Bindungen“).